Das Tätowierfest im Wat Bang Phra, ThailandFrom the Archives: Tom Vater on the Wat Bang Phra Tattoo Festival in Thailand

Thailand

Der illustrierte Ganovenkonvent – Übersetzt von Walther Schütz

Uaaahh! Der Mann stürmt genau auf mich zu, sein Gesicht ist knallrot, verzerrt in tausendfa¬chen, mir nicht bekannten Qualen. Seine bloße, tätowierte Brust glänzt vor Schweiß. Er schreit him¬melwärts, speit Gift und Galle, aber er läuft geradeaus immer vorwärts, auf mich zu. Sein Gruß gilt unbekannten Teufeln. Dann – seine Stimme wird hysterisch, wird zur Sirene – kreiselt er auf einem Fleck, verdreht den Körper in wilden Verrenkungen, welche seinem Ge¬sicht die Farbe des Blutes geben. Wieder richtet sich sein Blick auf mich. Er starrt mich an, durch mich hindurch, an mir vorbei, ins Nirgendwo. Und bewegt sich…
Gerade als er mich fast erreicht hat, in dem Augenblick, wo ich meinen Rückzug in die Menge um mich herum antrete, stürzt er zu Boden. Noch immer schreit er. Er wälzt sich in einer Pfütze. Blut tropft von seinem linken Ohr, seine Augen sind blutunterlaufen, die Zunge hängt ihm aus dem Mund, er schreit immer noch. Sein Gesicht wird immer dunkler.
Plötzlich richtet sich der Mann aus der Pfütze auf. Die Menge johlt, zollt – teils höhnisch – Beifall. Der Mann fängt an zu rennen, rennt auf die kleine Bühne zu, die man im Vorhof des Wat Bang Phra errichtet hat. Eine Phalanx junger Burschen in weißen T-Shirts patrouilliert vor der Bühne, unterstützt von einer Horde hagerer und schäbiger Soldaten. Es sieht aus wie ein Rock-Festival in den Sechzigern, ohne Ordnung und außer Kontrolle.
Der Mann stürzt sich kopfüber in die Menge. Die Kerle in den weißen T-Shirts drücken ihn nach unten, vier von ihnen hängen an je einem seiner Arme und Beine. Sie schreien auf ihn ein. Er zappelt wie ein Verrückter und schreit zurück, sein Schreien gilt nicht ihnen, es gilt der ganzen Welt. Er sträubt sich wie ein Verurteilter im Zuchthaus auf dem Weg zur Guillotine.
Sekunden später wird er schlaff. Die Jungen lassen ihn auf den Erdboden fallen.
Er steht auf – sein Gesicht ist vollkommen ruhig -, faltet, sich der Bühne zuwendend, die Hände und verschwindet wieder in der Menge. Ich drehe mich um. Ein Mann stürmt genau auf mich zu…

Wat Bang Phra ist 50 km von Bangkok entfernt. Einmal im Jahr versammeln sich hier Tausende junger Männer zweifelhaften Gewerbes, um sich von mehreren Mönchen tätowieren zu las¬sen. Die Mönche machen dies Tag für Tag das ganze Jahr über, die Tätowierungen bieten Schutz und sind in Mode, aber das große Tattoomeeting findet nur einmal im Jahr statt.
Die Männer, die hierher kommen, sind zumeist im kriminellen Milieu zu Hause. Ja, das Wat Bang Phra-Fest ist eine seltene Chance, mit einigen der schlimmsten und einigen der interessan¬tensten Menschen, die Thailand zu seinen Staatsbürgern zählt, auf Tuchfühlung zu kommen.
Hinter dem Museum des Tempels haben sich vor ein paar Nebengebäuden lange Schlangen ge¬bildet. Teenager mit pockennarbigen Gesichtern, fette alte Gangster mit Augen, deren Blicke Löcher in die Hölle brennen, abgemagerte Nutten und mama-sans hängen hier herum, schwatzen und rauchen mit den Mönchen. Es ist schon komisch, diese Leu¬te bei Tageslicht zu sehen.

Manche der hemmungslos Feiernden sind völlig betrunken, andere scheinen in den Sphären des yaba (eines Metaamphetamins) zu kreisen. Die meisten sind schon tätowiert, entweder mit billigen Figuren nach Bikerart oder mit den Gebetssprüchen und Piktogrammen der buddhistischen Khmer, auf welche die Mönche hier im Tempel spezialisiert sind. Jeder will fotografiert werden, seine Narben – sehr viele! – und Hautillustrationen zur Schau stellen. Auch die Mön¬che sind reich tätowiert, haben einen Haarkranz um den geschorenen Schä¬del und sind an Hals und Schul¬tern mit chedis und Gebeten verziert. Die Schriftzeichen der Khmer sehen auf der Haut wie herumwuselnde Ameisen aus, sie reichen vom deutlich Erkennbaren bis zum völlig Unleserlichen, vom Poetischen bis zum Anarchischen. Auf Rücken und Brust wirken sie wie ein Text, sie scheinen Sinn zu machen. Aber auf Armen, Beinen und Hälsen sind sie völlig abstrakt, wirr und äußerst roh. Aber was hier steht, ist nicht nur so hingesagt. Es geht tiefer. Die Tätowierungen von Wat Bang Phra verheißen auch Sicherheit und Wohlergehen. Die harten Männer kommen voller Demut und Erwartung, und die Mönche ätzen Abbildungen furchterregender Kreaturen auf ihre Haut. Der indische Affengott Hanuman tritt hier ebenso in Erscheinung wie Tiger, Drachen, Vögel, Schlangen und Aale. Die Ganoven leben im Hof des Tempels ihre ganz persönlichen Besessenheiten aus. Mit dem Versuch, die Bühne zu stürmen, bezeugen sie ihre Demut vor Luang Paw Poen, dem jüngst verstorbenen Oberhaupt des Klosters.

Indische Mythologie, Buddhismus, uralter Animismus, offener Aberglaube und Ganoventum vereinen sich zu einem bunten Schauspiel, welches reinherzigere Bemühungen, ein geistliches Leben zu zelebrieren, verprellen dürfte. Aber es erwächst aus einem so bizarren Zusammentreffen divergierender Gegebenheiten – von Glauben und Geschichte, von Suchenden und Scharlatanen, von Demut und Großmannssucht -, dass es ein echtes Eigenleben gewinnt.

Die Mönche haben verschiedene Arbeitsmethoden. Manche benützen immer wieder dieselbe Nadel und denselben Tintenkübel, andere tauschen anscheinend nach jeder Sitzung die Nadeln und beginnen jedesmal mit einem neuen kleinen Tintengefäß. Thailand hat ein sehr handfestes Aidsproblem. Die Ganoven scheren sich darum nicht. Jeder überreicht eine Spende, die sogleich unter einem Mönchsgewand verschwindet. Letztlich geht es hier um ein Geschäft – ebenso wie um Magie.
Einige der Jüngeren zucken unter der Nadel, ihre Freunde halten sie fest nach unten gedrückt. Der Mönch sticht ungerührt weiter, wischt ab und zu Blut ab, murmelt etwas, raucht und trinkt Red Bull. Wie dem auch sei, die Männer mit den harten Gesichtern und hässlichen Narben stehen Schlange, beten, bluten und rasen wie Berserker durch den Hof, heute ist ihr Tag. Alles geschieht wie im Flug – in null Komma nichts ersteht ein neuer chedi auf dem Fleisch eines Mannes, ein neuer Gebetsspruch für den großen Buddha. Und was hält er wohl davon?
Nach der Tätowierung schleichen die Ganoven hinaus in einen anderen großen Raum, wo ih¬nen gesagt wird, welche Regeln sie in ihrem Leben einhalten müssen, wenn die Tattoos ihre schützende Wirkung tun sollen. Sie können, so schwören einige, sogar Kugeln aufhalten.

Warum geschieht dies? Gibt auch der Dalai Lama Tattoopartys?
Der Buddhismus in Thailand befindet sich in einem bedrohlichen Engpass.
Die gegenwärtige Generation der mutmaßlich Gläubigen strömt in die großen Städte auf der Jagd nach dem Dollar. Eine Konsumkultur nach amerikanischem Muster hat das Königreich erfasst, Moralität befindet sich in Auflösung, Vetternwirtschaft, Amigogeflechte und Schmiergeldpolitik wirken sich auf jede wirtschaftliche Transaktion aus, stehen hinter jeder politischen Entscheidung.
Es überrascht nicht, dass dieser intensive, ungebremste Kapitalismus, den das Land in den letzten zehn Jahren erfahren hat, auch auf den Buddhismus und das Verhalten seiner Anhänger¬schaft in Thailand eine tiefgreifende Wirkung gehabt hat.
Tempel sind oft nicht mehr Gemeinschaftszentren, sondern Wirtschaftsunternehmen.
Einige Wats treiben Geschäfte im Dienst der Superreichen, andere geben Empfehlungen für Lot¬teriezahlen.
Die Mönche leben, aus welchen Gründen auch immer, in aller Öffentlichkeit, sind wie nie zuvor Teil des alltäglichen Lebens. Man sieht sie, wie sie Mobiltelefone in den Einkaufszentren begutachten oder bei chinesischen Juwelieren das Angebot an goldenen Armbändern durchstöbern. Die Boulevardblätter berichten regelmäßig über Mönche, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Frauen zum Sex oder  Karaokebars bewsuchen . Sie bevölkern Internetcafés, und die Zellen junger Mönche sind mit Metallicapostern geschmückt. Das hört sich nicht unbedingt nach ‘Nirvana’ an! Ein schlechtes Wortspiel, ich weiß. Weiß das auch Richard Gere? Wurde Steven Seagal informiert?

Außerdem bringt Tätowieren Geld, und Wat Bang Phra ist keineswegs der einzige Tempel, der eine zweite Haut mit schützenden Sprüchen anbietet.

Jeder zahlt. Jeder Ganove, der tätowiert wird, muss ein paar Blumen und Weih¬rauch für den Leh¬rer des Tätowierers zahlen. Amulette werden überall feilgeboten und finden reißenden Absatz. Sogar in der Halle, wo die sterblichen Überreste des jüngst verblichenen Abtes in einem goldgerahmten Glassarg aufgebahrt sind, kann man Tempelsouvenirs erstehen. Die Atmosphäre ist in gleicher Weise von Demut wie von Jahrmarktstreiben erfüllt.

Doch nicht alle Mönche sind mit dieser Umtriebigkeit einverstanden. Einer der bedeutendsten Mönche des Landes, Phra Payom Kalayano, hat wiederholt zu den wirtschaftlichen Aktivitäten Stellung bezogen, welche heutzutage den Tagesablauf in vielen Klöstern bestimmen.

Luang Paw Poen, der berühmte ehemalige Abt von Wat Bang Phra, verstarb vor vier Jahren mit 79. Er selbst hatte keine Tätowierungen. Eine riesige Bronzestatue von ihm schmückt den Hof des Tempels. Der hochgeehrte Begründer dieses seltsamen Tätowierkults hatte die Tradition des Tätowierens und die damit verbundene Tiermagie von Würdenträgern aus seinem eigenen Umfeld und und von seinen Lehrern übernommen, in erster Linie von Luang Paw Him, dem früheren Oberhaupt von Wat Bang Phra. Es lässt sich nur schwer bestimmen, wie lange sich Menschen am Wat Bang Phra schon tätowieren lassen, aber die letzte Weitergabe dieser Kunst fand etwa zur Zeit des Zweiten Weltkriegs statt.

Der gegenwärtig führende Tätowierer unter den Mönchen, Luang Pee Pan, ist selbst tätowiert. Fast überall. Er sitzt am Rand der tobenden Menge auf einem niedrigen Hocker und heißt eine lange Schlange von Menschen unter seiner Nadel willkommen. Ein Berg von Zigarettenpackungen und Red Bull-Flaschen hat sich hinter ihm schon angehäuft.
Gerade jetzt ist Luang Pee Pan dabei, einen weißen Lappen mit Tinte zu tränken, die er einem billigen, fest angebrachten Tintenkissen entzieht. Er drückt das Tuch auf die flache Brust eines jungen Mannes. Es ist das Bild eines Tigers.
Die Nadelapparatur ist etwa 30 cm lang. Ohne weitere Umstände beginnt Luang Pee Pan zu punktieren; der junge, magere Mann vor ihm zuckt ein bisschen, seine Haut blutet. Das Tattoo ist volle 15 cm breit, aber es ist blitzschnell vollendet. Der Mönch raucht, während er tätowiert, und er ist wirklich schnell, er hämmert lediglich die Linien heraus, wischt die Haut mit einem schmutzigen Handtuch ab. Drei Minuten Schmerz, und man trägt für den Rest seines Lebens ein neues unveränderliches Kennzeichen. Ich hoffe, der Tiger besitzt die Macht, alle Ku¬geln aufzuhal¬ten.

Draußen im Hof sitzen jetzt Tausende in der Sonne. Zum Teil ist dieser riesige Vorhof mit geweihtem weißen Garn abgegrenzt.
Innerhalb des garnumfriedeten Platzes werden immer mehr Männer zu wilden Tieren und Berserkern. Die Hitze, der Alkohol, die Drogen, das ist einfach zu viel. Ein Mönch weist darauf hin, dass nur echte Berserker dazu befugt sind, dem Wahnsinn zu verfallen. Wen man im Besitz von Alkohol oder yaba antreffen sollte, werde man hinauswerfen. Doch wer kontrolliert hier? Die meisten der Mönche sehen aus, als hätten sie selbst Jahre der Drogenabhängigkeit auf ihrem Konto.
Die Menge macht unverdrossen weiter. Einige Männer überkommt es immer wieder. Sie erhe¬ben sich, verrenken sich, kreischen. Manche verwandeln sich jedesmal in ein anderes Tier. Sie rennen geradewegs auf die Bühne zu. Sie rasen in die Reihen der Jungen in weißen T-Shirts, sie prügeln auf die Soldaten ein. Die Besessenen toben und werden schlaff.
Zombies am helllichten Tage. Die eintönige Stimme eines Priesters dröhnt aus Lautsprechern. Wenn er eine Pause macht, herrscht völliges Schweigen – bis auf die Schreie der gerade Besessenen. Man kommt sich vor wie in einer Open-Air-Irrenanstalt.

Der fetteste und gemeinste Bösewicht in der Menge hat sich den Jungen vor der Bühne angeschlossen, um die eintreffenden Irrsinnsbomben abzufangen. Es ist ein Theater, eine große Schau, die letzte Attacke. Die Tattoomönche und das neue Oberhaupt des Wat sind auf die Bühne geklettert. Einige lassen Kerzenwachs in ein riesiges Gefäß aus Silber tropfen, um heiliges Wasser zu bereiten. Ein anderer greift sich einen Wasserschlauch und spritzt damit in die Menge, die nach vorn drängt. Jeder ist auf den Beinen, schiebt und zieht. Manche sind besessen, manche nicht. Zur Bühne hin wird die Menge ziemlich dicht, manche geraten in Gefahr, zerquetscht zu werden. Hier und da werden Männer ganz plötzlich zu Berserkern, schreien in rasender Wut und rempeln die Menschen um sie herum an. Die Hitze ist enorm. Das heilige Wasser regnet auf die Menge nieder, die Tiger, Hanumans, Schlangen und Elefanten werden zu Kleinkriminellen mit schweren Hautproblemen, die sie sich selbst beigebracht haben.

Um 11 Uhr vormittags ist alles vorüber, und nach herzlichen Abschieden, Klapsen auf den Rücken und einer letzten gemeinsamen Zigarette schütteln sich die niederen Chargen von Thailands Unterwelt die Hände und tauchen wieder unter in ihren eher weltlichen Realitäten des Tö¬tens, Entführens, Erpressens, Raubens, Eintreibens von Schutzgeldern, des Frauen-, Kinder- und Drogenhandels und aller anderen Alltagsgeschäfte, um die sich ein ambitionierter, in Thailands zwielichtigen Gefilden tätiger Unter¬neh¬mer eben zu kümmern hat.
Ich ließe mich auch tätowieren – jeder Spruch würde es tun , wenn ich ein solches Leben führte.

Every year in March, thousands of Buddhist devotees gather at a temple an hour west of Bangkok to worship and celebrate one of Thailand’s strangest cults: At Wat Bang Phra, Buddhist monks use long needles to tattoo magic images and prayers on the believers’ skin. The tattoos are believed to give the wearer protection, especially against bullets and knives, and bring financial luck.
The following story has been published in FHM, Maxim, Fortean Times, The South Eastern Globe and a couple of other publications, but I went along once more this year to take another look. As before, the atmosphere at Wat Bang Phra was electric, the festival is still very much a genuine grass roots event and there were many of familiar faces amongst the devotees.

The images by Aroon Thaewchatturat are from 2006, while mine are from this past weekend.

Uaaahh! The bare-chested man is running straight towards me, his face bright red, distorted into a thousand pains I know nothing about. His bare, tattooed chest gleams with sweat. He screams at the sky, he vomits anger, but he’s stumbling straight ahead, towards me. He salutes unknown devils. His voice a hysterical siren, he turns on the spot and does wild body contortions, which render his face the color of blood. He is focusing in my direction again. He stares at me, through me, beyond me, nowhere. He’s moving.
Just as he’s about to reach me, the second I begin my retreat into the crowd around me, he falls to the floor. Still he screams. He rolls in a puddle. He’s bleeding from his left ear, his eyes are blood shot, his tongue flops from his mouth, he’s still screaming. His face grows ever darker.
A second later, the man rises from the puddle. The crowd cheers, some jeer. The man begins to run, run towards the small stage erected in front of a large bronze statue of the former abbot of the Buddhist temple Wat Bang Phra.  A phalanx of young guys in white T-shirts patrols the front of the stage, backed up by a mob of lean and mean army privates. It looks like a 60’s rock festival, haphazard and out of control.
The man head-butts into the crowd, the guys in the white T-shirts hold him down, four men hanging on to a limb each. They scream at him. He shakes like mad and screams back, not at them, just at the world. He struggles like a condemned prisoner on his way to the guillotine.
Seconds later he goes limp. The guys drop him on the ground. He gets up, his face perfectly calm, folds his hands towards the stage and disappears back into the crowd. I turn around. A man is running straight towards me…
Wat Bang Phra is an hour west of Bangkok. Once a year, thousands of young men of uncertain occupation gather here to get tattooed by several monks. The monks do this every day of the year, the tattoos afford protection and are popular, but the big tattoo gathering happens just once a year.
Some of the men and women who come here belong to the criminal fraternity. Yes, Wat Bang Phra Festival is a rare opportunity to rub shoulders with some of the worst and some of the most interesting people Thailand has amongst her citizens. Behind the Wat’s museum, long queues have formed in front of a couple of outhouses. Teenagers with pock marked faces, old fat thugs with eyes that burn holes into hell, emaciated taxi girls and chubby mamasans hang out, chatting and smoking with the monks. It’s weird to see these people in daylight.
Some revelers are drunk, others seem to be orbiting on yaba (meta-amphetamine). Most are already tattooed, either with cheap biker designs or with the Khmer Buddhist prayers and diagrams the monks specialize in here. Everybody wants to be photographed, show off their scars (plenty) and skin illustrations. The monks too, are heavily tattooed, crests around their shaved skulls, throats ands shoulders adorned with chedis and prayers. The ancient Khmer alphabet looks like ants’ squiggles on skin: it stretches from the definite to the illegible, from the poetic to the anarchic. On backs and chests it looks like text, the instructions appear coherent. But on hands, legs and throats it’s all abstract, musical and brutally crude. But there is more to this than the spoken word. It goes deeper. Wat Bang Phra’s tattoos come with promises of protection and prosperity. The hard men come in reverence and expectation and the monks etch images of fearsome animals onto their skins, along with prayers and chedis. The Indian monkey god Hanuman makes an appearance, as do tigers, dragons, birds, snakes, eels and a hermit. The punters live out their possessions in the yard. The attempt to storm the stage is a show of respect to the late head of the monastery, Luang Paw Phoem.
Indian mythology, Buddhism, ancient animism, straightforward superstition and adolescent outlaw culture make for a colorful spectacle which may challenge more genuine efforts to celebrate a spiritual life, but it’s such a bizarre clash of circumstances, of faith and history, of seekers and charlatans, of humility and machismo, that it has a life all of its own.
The monks have several working methods. Some use the same needle and the same pot of ink again and again, others seem to exchange needles after every operation and always start a new tiny tub of ink. The punters don’t care. Each one hands over a donation which promptly disappears under the monk’s robes – this is after all a business, as well as magic.
Some of the younger boys shake under the needle, their friends hold them down. The monk just taps on regardless, wipes off blood every now and then, mumbles incantations, smokes and drinks Red Bull. The men with the hard faces and bad scars queue, they pray, they bleed, they go beserk in the yard, it’s their day. It’s all done quickly – in the blink of an eye another chedi comes into existence on some guy’s flesh, another prayer for the great Buddha.
Post-tattoo, the punters traipse off to another hall where they will be told what rules they have to follow in life in order for the protective tattoos to work. Some swear that they can stop bullets.
Why is this happening? Does the Dalai Lama do tattoo gigs too?
The current generation of supposedly faithful pours into the cities, in pursuit of the dollar. American style ‘Mall culture’ has gripped the kingdom. Morality, social commentators say, is in distress, and nepotism, cronyism and graft have seeped into every transaction, every political decision. No wonder then that the intense free-wheeling capitalism the country has experienced in the last ten years has influenced Buddhism and the behavior of its adherents in Thailand.
Wats appear to have partially turned from community centres into businesses. Some Wats cater to the super rich, others suggest lottery numbers. The monks are out in the streets, taking part in daily life as never before. They pour over mobile phones in shopping centers or pick through gold bracelets at Chinese jewelers. The Thai tabloids regularly report on monks visiting Karaoke Bars and wooing women into sex. They populate Internet cafés and the cells of young monks are adorned with Metallica posters. That doesn’t sound like Nirvana. Bad pun, I know. Does Richard Gere know? Has Steven Seagul been informed?
Above all, tattooing brings in money and Wat Bang Phra is the best known temple to offer a second skin of protective spells in the country. Everybody pays. Every punter who gets tattooed will purchase some flowers and incense for the tattooist’s teacher. Amulets are on sale everywhere and are doing a roaring business. Even in the hall where the recently deceased abbot’s remains are stretched out in a gold-framed glass coffin, you can shop for temple memorabilia. The atmosphere is full both of reverence and market bustle.
By no means do all monks agree with this cult though. One of the most eminent monks in the country, Phra Payom Kalayano, has commented repeatedly on the marketing forces that dominate many monasteries’ agendas.
Luang Paw Phoem, the eminent late abbot of Wat Bang Phra died in 2002, aged 79. He had no tattoos himself. The venerated founder of this strange tattoo cult had picked up the tattoo tradition and the connection to animal magic from his own peers and teachers, notably Luang Paw Him, the former head of Wat Bang Phra. It’s difficult to determine how long people have been getting tattooed at the temple, but the last knowledge transfer seems to have occurred around World War II.
The current main monk tattooist, Luang Pee Pan, is tattooed. Almost everywhere. He sits on the edge of the madding crowd, on a low stool, welcoming a long queue of people under his needle. A pile of cigarette packets and Red Bull bottles is stashed behind him. Right now Luang Pee Pan is covering a white pad with ink absorbed from a cheap stationary ink pad. He presses the cloth onto a young man’s flat chest. It’s the image of a tiger. The needle contraption is about 30 cm long. Without further ado, Luang Pee Pan taps, the young skinny man in front of him shakes a bit, his skin bleeds. The tattoo is fifteen centimeters wide, but it’s all done at lightning speed. The monk smokes while tattooing and he’s quick, he just hammers the lines out, wipes the skin with a dirty towel. Three minutes of pain and another mark for the rest of your life. I hope the tiger will manage to stop all bullets.
Outside in the yard, thousands sit in the sun. Part of this huge forecourt has been fenced in by blessed white thread. Inside the square of thread, more and more men turn into animals and go beserk. The heat, the alcohol, the pills, it’s all too much. A monk warns that only genuine berserkers are authorised to go mad. Should anyone be found to be in possession of alcohol or yaba, they are to be kicked out. But who is checking?

The crowd carries on regardless. Several of the men are possessed again and again. They get up, they contort, they scream. Some turn into different animals each time. They run in a straight line towards the stage. They run into the boys in white T-shirts, they bash into the soldiers. The mad men struggle and go limp. The monotone voice of a priest drones from tannoy speakers. When he pauses, there is total silence but for the cries of the currently possessed. The fattest, meanest bad man in the crowd has joined the boys in front of the stage to help catch the incoming lunatic missiles. It’s a gig. It’s a great show. It’s the final attack. The tattoo monks and the current abbot of Wat Bang Phra have climbed onto the stage. Monks and laymen drop candle-wax into a huge silver vat to make holy water. The abbot grabs a hose-pipe and sprays the crowd, which surges to the front. Everybody is up, pushing and pulling. Some are possessed, others not. Towards the stage, the crowd gets very dense, people start getting squashed. Here and there, men suddenly go beserk, scream in rage and push those around them. The heat is intense. The holy water rains down on the crowd. The tigers, Hanumans, hermits, snakes and elephants turn into young outlaws with heavy skin problems.

Published in FHM, Maxim, fortean times, South East Globe and in Tom Vater’s non-fiction book Beyond the Pancake Trench.

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